Pflegegrad bei Demenz: Das Wichtigste
- Nicht die Diagnose zählt, sondern der Alltag. Der Pflegegrad ergibt sich aus Punkten von 0 bis 100 für sechs Lebensbereiche (§ 15 SGB XI). Eine Demenzdiagnose allein führt nicht automatisch zu einem Pflegegrad.
- Bei Demenz sind Modul 2 und Modul 3 zentral. Beide zusammen zählen 15 Prozent, aber nur mit dem höheren der beiden Werte. Auch Anleitung und Beaufsichtigung in den Modulen 4 und 6 bringen Punkte.
- Es gibt keinen festen Pflegegrad für ein Demenzstadium. Die Modellfälle weiter unten ergeben heute Pflegegrad 2 bis 4.
- Reform: Nach dem Gesetzentwurf sollen die Schwellen ab 1. Januar 2027 steigen. Bestehende Pflegegrade sollen geschützt bleiben.
So wird der Pflegegrad berechnet
Bei der Begutachtung prüft der Medizinische Dienst, wie selbstständig die Person in sechs Bereichen ist (§ 14 Abs. 2 SGB XI). Grundlage ist das Begutachtungsinstrument. In jedem Modul werden Einzelpunkte vergeben, in Stufen umgerechnet, gewichtet und zu den Gesamtpunkten addiert. Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer bestehen, voraussichtlich mindestens sechs Monate (§ 14 Abs. 1).
Die sechs Module und ihr Gewicht
| Modul | Bereich | Gewicht | Höchste Einzelpunkte |
|---|---|---|---|
| Modul 1 | Mobilität | 10 % | 15 |
| Modul 2 | Kognitive und kommunikative Fähigkeiten | 15 % zusammen mit Modul 3 | 33 |
| Modul 3 | Verhaltensweisen und psychische Problemlagen | nur wenn höher als Modul 2 | 65 |
| Modul 4 | Selbstversorgung | 40 % | 54 |
| Modul 5 | Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen | 20 % | 15 |
| Modul 6 | Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte | 15 % | 18 |
Pflegegrade und Gesamtpunkte (heute)
| Pflegegrad | Beeinträchtigung der Selbstständigkeit | Gesamtpunkte |
|---|---|---|
| Pflegegrad 1 | geringe | 12,5 bis unter 27 |
| Pflegegrad 2 | erhebliche | 27 bis unter 47,5 |
| Pflegegrad 3 | schwere | 47,5 bis unter 70 |
| Pflegegrad 4 | schwerste | 70 bis unter 90 |
| Pflegegrad 5 | schwerste, mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung | 90 bis 100 |
Modul 2: Denken, Erinnern, Verstehen
Modul 2 fragt, was die Person gedanklich noch kann, nicht, ob sie sich körperlich bewegen kann. Bewertet werden elf Fähigkeiten: Personen aus dem näheren Umfeld erkennen, örtliche und zeitliche Orientierung, Erinnern, mehrschrittige Alltagshandlungen steuern (etwa Kaffee kochen), Entscheidungen im Alltag treffen, Sachverhalte verstehen, Risiken und Gefahren erkennen, elementare Bedürfnisse mitteilen, Aufforderungen verstehen und sich an einem Gespräch beteiligen (Anlage 1 zu § 15).
Jede Fähigkeit bekommt 0 Punkte (vorhanden), 1 (größtenteils vorhanden), 2 (in geringem Maße vorhanden) oder 3 Punkte (nicht vorhanden). Das ergibt höchstens 33 Punkte. Schwankt eine Fähigkeit mit der Tagesform, ist nach den Begutachtungs-Richtlinien die Gesamtheit im Wochenverlauf maßgeblich. Beispiel Gefahren erkennen: „Größtenteils vorhanden“ heißt, die Person erkennt meist nur Risiken in der vertrauten Wohnung, nicht aber im Straßenverkehr.
Von den Einzelpunkten zu den gewichteten Punkten (Modul 2 und 3)
| Stufe | Modul 2: Einzelpunkte | Modul 3: Einzelpunkte | Gewichtete Punkte |
|---|---|---|---|
| keine Beeinträchtigung | 0 bis 1 | 0 | 0 |
| geringe | 2 bis 5 | 1 bis 2 | 3,75 |
| erhebliche | 6 bis 10 | 3 bis 4 | 7,5 |
| schwere | 11 bis 16 | 5 bis 6 | 11,25 |
| schwerste | 17 bis 33 | 7 bis 65 | 15 |
Modul 3: Verhalten und psychische Problemlagen
Modul 3 erfasst 13 Verhaltensweisen, die immer wieder auftreten und personelle Unterstützung erfordern. Bewertet wird, wie oft Unterstützung nötig ist: nie oder sehr selten 0 Punkte, selten (ein- bis dreimal in zwei Wochen) 1, häufig (zweimal bis mehrmals pro Woche) 3, täglich 5 Punkte. Möglich sind höchstens 65 Punkte. Die Richtlinien nennen unter anderem:
- 3.1 Motorische Auffälligkeiten: ziellos umhergehen, Rastlosigkeit, der Versuch, die Wohnung ohne Begleitung zu verlassen (Hinlauftendenz)
- 3.2 Nächtliche Unruhe: Umherirren, Umkehr des Tag-Nacht-Rhythmus
- 3.7 Vokale Auffälligkeiten: lautes Rufen, ständiges Wiederholen von Sätzen und Fragen
- 3.8 Abwehr von Unterstützung: etwa bei der Körperpflege, Verweigern von Essen oder Medikamenten
- 3.9 Wahnvorstellungen: zum Beispiel die Vorstellung, verfolgt oder bestohlen zu werden
- 3.10 Ängste: ausgeprägte, wiederkehrende Ängste
- 3.13 Sonstige inadäquate Handlungen: Nesteln, Verstecken oder Horten von Gegenständen, Urinieren in die Wohnung
Der höhere Wert von Modul 2 oder 3 zählt
Nach § 15 Abs. 3 SGB XI fließen Modul 2 und Modul 3 nicht beide ein. Beide werden in gewichtete Punkte von 0 bis 15 umgerechnet, nur der höhere Wert wird mit den anderen Modulen addiert. Ist jemand stark desorientiert, aber ruhig, zählt Modul 2. Zeigt jemand bei guter Orientierung viel Unruhe, zählt Modul 3.
- Modul 1, 1 EinzelpunktStufe 0 bis 1
- 0
- Modul 2, 21 EinzelpunkteStufe 17 bis 33
- 15
- Modul 3, 20 Einzelpunkteebenfalls 15, zählt nicht zusätzlich
- 0
- Modul 4, 15 EinzelpunkteStufe 8 bis 18
- 20
- Modul 5, 3 EinzelpunkteStufe 2 bis 3
- 10
- Modul 6, 8 EinzelpunkteStufe 7 bis 11
- 11,25
- Gesamtpunkte0 + 15 + 20 + 10 + 11,25
- 56,25
56,25 Punkte liegen zwischen 47,5 und unter 70 und ergeben Pflegegrad 3. Würde man Modul 2 und 3 fälschlich beide addieren, kämen 71,25 Punkte heraus und scheinbar Pflegegrad 4. Das sieht das Gesetz nicht vor.
Modul 4 und 6: Auch Anleitung und Aufsicht zählen
Menschen mit Demenz können oft noch gehen, essen und sich waschen, brauchen aber Hilfe beim Beginnen, beim Ablauf und als Aufsicht. In den Modulen 1, 4 und 6 wird Selbstständigkeit in vier Stufen bewertet: selbständig, überwiegend selbständig, überwiegend unselbständig und unselbständig. Nach den Richtlinien gilt schon als „überwiegend selbständig“, wer Aufforderung, Zurechtlegen von Gegenständen oder partielle Beaufsichtigung braucht. „Überwiegend unselbständig“ ist, wer umfassende Anleitung, aufwendige Motivation oder ständige Beaufsichtigung braucht.
Das wirkt sich vor allem in Modul 4 aus, das mit 40 Prozent am stärksten gewichtet ist (Waschen, Anziehen, Essen, Trinken, Toilette; Essen, Trinken und Toilette zählen höher), und in Modul 6 (Tagesablauf, Schlafen, Sichbeschäftigen, Planungen, Kontakte).
Was ein Pflegegrad bei Demenz in Euro bringt
Häusliche Pflege nach Pflegegrad (heute, monatlich)
| Leistung | Pflegegrad 1 | Pflegegrad 2 | Pflegegrad 3 | Pflegegrad 4 | Pflegegrad 5 |
|---|---|---|---|---|---|
| Pflegegeld | kein Anspruch | 347 € | 599 € | 800 € | 990 € |
| Pflegesachleistung, bis zu | kein Anspruch | 796 € | 1.497 € | 1.859 € | 2.299 € |
| Entlastungsbetrag | 131 € | 131 € | 131 € | 131 € | 131 € |
Alle Leistungen im Überblick: Demenz: Ratgeber für Angehörige, Pflegegeld, Entlastungsbetrag, Tagespflege und Verhinderungspflege.
Die Begutachtung vorbereiten
Das Gutachten stützt sich auf das, was beim Termin sichtbar und berichtet wird. Gerade bei Demenz überspielen Betroffene Probleme oft und wirken im Gespräch fitter, als der Alltag ist. Ausführlich: Begutachtung durch den Medizinischen Dienst.
So gehen Sie vor
- Pflegetagebuch führenNotieren Sie ein bis zwei Wochen, wobei Hilfe nötig ist, wie oft und wie lange, auch nachts. Die Richtlinien nennen ausdrücklich Aufzeichnungen wie ein Pflegetagebuch als Unterlage.
- Unterlagen bereitlegenArztberichte, Befunde etwa einer Gedächtnisambulanz, Medikamentenplan, Entlassbriefe und vorhandene Gutachten. Das bloße Aufzählen von Diagnosen reicht dem Medizinischen Dienst nach den Richtlinien nicht.
- Eine Person dabei haben, die den Alltag kenntDas ist meist die pflegende Angehörige oder der pflegende Angehörige. Betroffene unterschätzen ihren Hilfebedarf häufig.
- Konkret schildernNicht „sie ist verwirrt“, sondern „sie findet nachts die Toilette nicht, ich stehe drei- bis viermal pro Woche auf“. Gehen Sie Modul für Modul vor und nennen Sie auch die schlechten Tage.
- Schwieriges offen ansprechenWenn Sie vor der Person nicht alles sagen möchten, bitten Sie um ein kurzes Gespräch unter vier Augen oder geben Sie Notizen ab.
- Bescheid und Gutachten prüfenDas Gutachten wird mit dem Bescheid übersandt, sofern Sie nicht widersprechen (§ 18c Abs. 2). Vergleichen Sie es mit Ihrem Pflegetagebuch.
Typische Fehler bei Demenz
- Auf die Diagnose vertrauen. Entscheidend ist der Unterstützungsbedarf im Alltag, nicht der Name der Erkrankung.
- Nur Körperpflege zählen. Anleitung, Erinnern, Beaufsichtigung und Beschäftigung zählen in Modul 4 und 6 mit.
- Verhalten aus Scham verschweigen. Nächtliche Unruhe, Abwehr, Wahnvorstellungen oder Einnässen gehören ins Gutachten.
- Nur den guten Tag zeigen. Bei wechselnder Tagesform ist der Wochenverlauf maßgeblich.
- Module 2 und 3 addieren. Es zählt nur der höhere Wert, die Rechnung im Netz kann sonst falsche Hoffnungen wecken.
- Den Bescheid nicht prüfen. Die Widerspruchsfrist beträgt einen Monat.
- Zu lange warten. Leistungen gibt es ab Beginn des Antragsmonats (§ 33 Abs. 1). Eine Verschlechterung können Sie mit einem Antrag auf Höherstufung geltend machen, siehe Höherstufung.
Mit dem Pflegegradrechner und dem Ratgeber Pflegegutachten verstehen können Sie das Ergebnis einordnen.
Pflegestufe bei Demenz: Was daraus wurde
Pflegestufen gibt es seit dem 1. Januar 2017 nicht mehr. Wer damals eine Pflegestufe oder eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz hatte (so hieß die Einschränkung durch Demenz), wurde ohne neuen Antrag in einen Pflegegrad übergeleitet (§ 140 SGB XI):
Überleitung von der Pflegestufe in den Pflegegrad
| Früher (bis 31.12.2016) | Pflegegrad |
|---|---|
| Erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz, ohne Pflegestufe | 2 |
| Pflegestufe I ohne Einschränkung der Alltagskompetenz | 2 |
| Pflegestufe I mit Einschränkung der Alltagskompetenz | 3 |
| Pflegestufe II ohne Einschränkung der Alltagskompetenz | 3 |
| Pflegestufe II mit Einschränkung der Alltagskompetenz | 4 |
| Pflegestufe III ohne Einschränkung der Alltagskompetenz | 4, bei Härtefall 5 |
| Pflegestufe III mit Einschränkung der Alltagskompetenz | 5 |
Pflegereform 2027: Schwellen, Beispiele, Bestandsschutz
Nach dem Gesetzentwurf sollen ab 1. Januar 2027 neue Schwellen und eine angepasste Bewertung gelten. Beschlossen ist das nicht.
Pflegegrad-Feststellung: heute und nach dem Gesetzentwurf
Was das bei Demenz bedeuten kann
Nach dem Gesetzentwurf bleiben die Bereiche von Modul 2 und 3 gleich, verschoben werden Grenzen in den Modulen 1, 4 und 6. Weil Modul 4 am stärksten gewichtet ist, kann sich das bei Menschen auswirken, die vor allem Anleitung und wenig körperliche Hilfe brauchen. Vier Modellfälle, nach Anlage 2 heute und nach Anlage 2 des Entwurfs gerechnet:
Modellfälle mit Einzelpunkten und Pflegegrad
| Fall | Einzelpunkte Modul 1 bis 6 | Heute: Punkte | Heute: Pflegegrad | Entwurf: Punkte | Entwurf: Pflegegrad |
|---|---|---|---|---|---|
| A | 2 / 9 / 4 / 12 / 3 / 6 | 47,5 | 3 | 47,5 | 2 |
| B | 1 / 21 / 20 / 15 / 3 / 8 | 56,25 | 3 | 56,25 | 3 |
| C | 0 / 12 / 2 / 9 / 1 / 1 | 40 | 2 | 26,25 | 1 |
| D | 8 / 28 / 12 / 30 / 4 / 14 | 82,5 | 4 | 82,5 | 4 |
In Fall C sinken die Punkte, weil Modul 4 (9 Einzelpunkte) und Modul 6 (1 Einzelpunkt) in niedrigere Stufen fallen. In Fall A liegen 47,5 Punkte heute genau auf der Schwelle zu Pflegegrad 3, nach dem Entwurf unter der neuen Schwelle von 50.
Noch offen: Der Entwurf regelt nicht ausdrücklich, wie Höherstufungsanträge ab 2027 behandelt werden, ob die Verzugspauschale während der Fristaussetzung gilt und ob es für die Höhe der Leistungen einen Besitzstand gibt. Nach unserer Einschätzung, nicht gesichert, würde ein Höherstufungsantrag nach den neuen Schwellen beurteilt, der bestehende Pflegegrad bliebe geschützt. Wer heute Hilfebedarf hat, sollte nicht warten: Leistungen gibt es ab Beginn des Antragsmonats (§ 33 Abs. 1). So läuft der Antrag: Pflegegrad beantragen.
Häufige Fragen
Welcher Pflegegrad ist bei Demenz üblich?
Es gibt keinen festen Pflegegrad für eine Demenz oder ein Stadium. Er hängt davon ab, wie viel Unterstützung im Alltag nötig ist. Unsere Modellfälle ergeben heute Pflegegrad 2 bis 4.
Bekommt man bei Demenz automatisch einen Pflegegrad?
Nein. Der Pflegegrad wird auf Antrag nach einer Begutachtung festgestellt und richtet sich nach dem Grad der Selbstständigkeit (§§ 14, 15 SGB XI).
Wie viele Punkte braucht man für Pflegegrad 2, 3, 4 und 5?
Heute ab 27, 47,5, 70 und 90 Gesamtpunkten. Pflegegrad 1 beginnt bei 12,5 Punkten. Nach dem Gesetzentwurf sollen die Schwellen für Pflegegrad 1 bis 3 auf 15, 30 und 50 Punkte steigen.
Wie zählen Modul 2 und Modul 3?
Beide werden in gewichtete Punkte von 0 bis 15 umgerechnet. Nur der höhere Wert geht in die Gesamtpunkte ein (§ 15 Abs. 3 SGB XI).
Kann man Pflegegrad 4 oder 5 bei Demenz bekommen?
Ja, wenn die Gesamtpunkte ab 70 beziehungsweise 90 erreichen. Dazu müssen meist auch Selbstversorgung und Alltagsgestaltung stark eingeschränkt sein. Modellfall D kommt auf 82,5 Punkte und Pflegegrad 4.
Was war die Pflegestufe bei Demenz?
Pflegestufen wurden 2017 durch Pflegegrade ersetzt. Eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz ohne Pflegestufe wurde in Pflegegrad 2 übergeleitet, mit Pflegestufe I, II oder III in Pflegegrad 3, 4 oder 5 (§ 140 SGB XI).
Wie viel Geld gibt es bei Pflegegrad 2 oder 3 mit Demenz?
Pflegegeld beträgt 347 € (Pflegegrad 2) oder 599 € (Pflegegrad 3) im Monat, die Pflegesachleistung bis zu 796 € oder 1.497 €. Dazu kommen 131 € Entlastungsbetrag und weitere Leistungen wie Tagespflege.
Wie bereite ich mich auf die Begutachtung vor?
Führen Sie ein Pflegetagebuch, legen Sie Arztberichte und Medikamentenplan bereit, und schildern Sie den Alltag konkret, auch die schlechten Tage.
Was, wenn meine Mutter beim Gutachter alles kann?
Das kommt bei Demenz vor. Schildern Sie, was im Alltag nötig ist, und bitten Sie bei Bedarf um ein Gespräch ohne die Person oder geben Sie Notizen ab. Bei schwankender Tagesform zählt der Wochenverlauf.
Wie lange dauert es bis zum Bescheid?
Die Pflegekasse muss spätestens 25 Arbeitstage nach Antragseingang entscheiden (§ 18c SGB XI). Nach dem Gesetzentwurf soll diese Frist vom 1.1. bis 30.4.2027 unbeachtlich sein, außer bei besonders dringlichem Bedarf.
Wie lange habe ich Zeit für einen Widerspruch?
Einen Monat nach Bekanntgabe des Bescheids (§ 84 SGG). Prüfen Sie Bescheid und Gutachten rechtzeitig.
Verliere ich 2027 meinen Pflegegrad?
Nach dem Gesetzentwurf soll der Pflegegrad nicht allein wegen der neuen Schwellen verloren gehen. Verändert sich der Zustand tatsächlich zum Besseren, kann er sich weiterhin ändern. Beschlossen ist das nicht.
Sollte ich den Antrag vor 2027 stellen?
Nach dem Gesetzentwurf würden Anträge bis 31.12.2026 nach altem Recht beurteilt. Entscheidend ist aber der Hilfebedarf: Wer ihn hat, sollte nicht warten, denn Leistungen gibt es ab Antragsmonat.